EXPEDITION YARO

Peru 1989
Teil 15

„EIN VOLK DER BERGE“

Die Nacht war kurz. Ich hatte mir einen leichten Schlaf angewöhnt und durch Geräusche, irgendwelche Bewegungen von draußen, wurde ich wach. Es war kein schöner Albtraum, es war auch nicht Rudi, der geile Gockel, ich hatte dem Hahn am Abend einen Namen gegeben, er weckte mich nicht mit seinem fürchterlichen gekrähe. Es war zwei Uhr. Rudi schlief noch. Es waren Geräusche, die nur von Menschen sein konnten. Leises, fremdes Gemurmel. Dumpfe
Schritte.
Ich zog mich an und öffnete leise die Tür. Im Hof war alles ruhig, meine Gastgeberfamilie schlief noch. Ich trat langsam ins Freie. Es war Vollmond und die Sterne funkelten durch ein Loch in den Wolken. Das Kreuz des Südens war deutlich zu sehen, ein Sternbild, das hier oben besonders stark leuchtet. Die Geräusche kamen von der Strasse. Langsam und verhalten ging ich weiter zum Hoftor und schaute durch eine Ritze. Dunkle Gestalten bewegten sich zwei Meter entfernt an mir vorbei. Sie bemerkten mich nicht hinter dem Tor. Schemenhaft konnte ich ihre Waffen erkennen. Es waren Terroristen, ein bewaffneter Trupp des Sendero Luminoso. In den Nächten waren sie immer sehr aktiv. Wie Tiere schlichen sie durch das Dorf. Meine Gedanken ratterten durch mein Kopf.
Was geht hier ab?
Wohin gehen sie?
Was haben sie vor?
Fragen, die mich neugierig machten.
Als die letzten an mir vorbei waren, kletterte ich über das Tor und folgte ihnen vorsichtig. Das Mondlicht zeichnete meinen dunklen Schatten auf den Lehmboden.
Es war „Jack“ mein Schutzengel. Geduckt an der Seite des Weges schaute ich mich immer wieder um. Es könnte ja sein, dass noch ein paar Terroristen nachkommen und mich entdeckten.
Es waren etwa sechs oder sieben Mann, die in ein großes Haus eindrangen. Lichtstrahlen von Taschenlampen flackerten umher. Es war ein großer Tumult zuhören.
Stimmen. Schreie. Dann ein Schuss. Stille.
Schnell lief ich zurück und   kletterte wieder über das Tor. Es war noch alles ruhig, bis auf ein wenig geflatter aus dem Hühnerstall. Rudi regte sich und ich legte mich zurück in mein Schlafsack.
Heute morgen sah ich sie das erste Mal, die Frau des Hausherrn. Sie brachte mir das Frühstück an den Tisch.
Buenos Días Señor, como estuvo su noche, dormienta  bien? Fragte sie mich.
(Wie war ihre Nacht, schliefen sie gut?)
Die Frau war hübsch, eine reinrassige Quechúa Indigena und sie war jung.
Sie hatte ihre langen schwarzen Haare zu zwei Zöpfen geflochten. Ihre schwarzbraunen Augen leuchteten wie zwei Diademe. Ihre Stupsnase, die schmalen Lippen, die hochliegenden Backenknochen, gezeichnet auf tiefbrauner Haut.
Die Quechúa sind, wie damals die Inka und die Yarowilka, ein Volk der Berge. Ich fing an zu schmelzen.
Ein Löffel viel runter. Schnell stand ich vom Stuhl auf, bückte mich zu dem Löffel und hob ihn vom Lehmboden auf.
Disculpe Señor! Sagte sie und ging ein Schritt zurück.
Todos esta bien! Sagte ich lächelnd, wischte mit meinen Fingern über den Löffel und blickte zu ihr.
Sie trug ein formloses, rotes Kleid mit langen Ärmel und zugeknöpft bis zum Hals. Unter dem Stoff verbargen sich Reize, erotische Rundungen, die ich nur erahnen konnte. Sie bemerkte mein Blick, dass ich sie musterte, ja förmlich mit meinen Augen ihr Kleid aufknöpfte.
Und es gefiel ihr. Sie drehte sich etwas zur Seite, so dass sich der zoom meiner Augen auf ihren Busen richtete. Ihre geilen Rundungen mit den scharfen Spitzen brauchten keine Unterstützung.
Con permiso Señor! Sagte sie lächelnd verlegen und ging zurück in die Küche.
Rudi, der Hahn, stand vor mir und sah mir beim frühstücken zu.
Halt du dein Schnabel, ich weiß, die Morgengeilheit ist eine schöne Sache! Sagte ich. Die Hühner hinter ihm gackerten und pickten Grünzeug auf. Rudi drehte sich um und, äh äh ähh äähhhtsch.
Blöder Hahn! Rief ich.
Die schöne Señora kam aus der Küche.
Con quién estás hablando, Señor?
(Mit wem reden sie?)
Ich deutete mit meinem Finger auf den Hahn.
Ihr herzhaftes, liebliches Lachen höre ich heute noch in meinen Träumen.
Dónde está el Señor Ocaña?
Fragte ich sie.
(wo ist ihr Mann?)
Oh, mein Mann ist heute morgen ganz früh nach Huánuco gefahren, er muss was erledigen, er wird erst morgen wieder zurück sein, erzählte sie mir.
Mir war aufgefallen, dass sie drei Knöpfe ihres Kleides geöffnet hatte und gab jetzt den Blick frei auf ihre erotische Seele. Ein geiler Blick.
Ima su tiki? Fragte ich sie direkt.
(wie ist ihr Name?)
Oh, sie sprechen unsere Sprache? Fragte sie und setzte sich zu mir.
Naja, ein paar Wörter, sagte ich verlegen.
Und sie antwortete:
Ima su tikuni „Luana“!
(ich heiße „Luana“!)
Was machen sie hier eigentlich?
Wohin wollen sie?
Woher kommen sie?
Ich hatte es geschafft. Ich hatte ihre Neugier geweckt.
Ich bin hier, weil ich die Kultur der Yarowilka kennen lernen will und die Menschen, die hier leben. Ich war gestern in Piruro. Und heute will ich zu dem seltsamen Gebilde oben auf dem Berghang. Ich habe es von Piruro aus deutlich gesehen. Es sieht aus wie eine Eisenbahn. Ich erzählte ihr von dem gestrigen Tag, von der Galerie des Todes, von den bewaffneten Terroristen und von den Hunden im Nebel. Sie sah mich an.
Und von wo sind sie?
Und wie ist ihr Name?
Fragte sie mich noch mal.
Ich heiße Walter und komme aus Deutschland!
Sagte ich und bot ihr gleichzeitig das „Du“ an.
Ach ja, schau an! Meinte sie, ich habe ein Schwager der in der Schweiz lebt!
Ja, ich weiß, ihr Mann hat es mir erzählt, erwiderte ich.
Walter, sagte sie Sorgenvoll und nahm zärtlich meine Hand, du mußt sehr vorsichtig sein, als Fremder in unserer Region. Vor allem im dunkeln ist es hier sehr gefährlich. Heute Nacht ist der Bürgermeister von Terroristen erschossen worden.
Sie wusste nichts von meinem nächtlichen Ausflug. Ich hätte ihr erzählen können, dass ich fast daneben stand als er erschossen wurde. Stattdessen genoss ich ihre Sorge um mich und ihre zarten Hände. Sie ließ meine Hand nicht los und erzählte weiter:
Mein Mann und ein Bekannter nahmen den Jeep und bringen die Leiche des Bürgermeisters nach Huánuco zur Polizei.
Sie schaute mir tief in die Augen und sagte:
Wenn du willst kannst du mich ein Stück begleiten, ich gehe heute Morgen zu den Kühen Milch holen, es liegt auf dem Weg zum „Cerro Celmin“, das ist da wo du hin willst.
In ihren schwarzbraunen Augen sah ich das indianische Feuer brennen, ein gefährliches, heißes Verlangen nach Sex.
Und sie spürte wohl meine Erregung, meine leidenschaftliche Sucht nach Abenteuer und Erotik.
Oh ja Luana, sehr gerne!
Sagte ich und lächelte sie an.
Sie ließ meine Hand wieder los und meinte:
Dann wollen wir uns mal fertig machen, nahm das Geschirr und stellte es in den Waschtrog.
In 20 Minuten gehen wir los, rief sie mir zu und verschwand in der Küche.
Mein kleiner Rucksack war noch gepackt von gestern. Er ist meine kleine Lebensversicherung. Ich zog meine Stiefel an und war eigentlich schon fertig. Ich wartete im Hof auf Luana. Rudi, der geile Hahn, stolzierte um mich herum. Seine Hühner folgten ihm auf Schritt und Tritt und pickten Grünzeug vom Lehmboden. Rudi blieb vor mir stehen und sah mich an.
Sei du nur ruhig! Raunte ich ihm zu. Du und ich, wir haben etwas gemeinsam und wir wissen was wir wollen. Er drehte sich um und, äh äh ähh äähhhtsch.
Naaa, redest du wieder mit den Hühnern! Luana stand hinter mir und lachte. Ich drehte mich um und traute meinen Augen nicht. Ich war sogar etwas erschrocken. Ich sah ihre rote Bluse mit den offenen Knöpfen. Der Ansatz ihrer geilen Rundungen zogen meine Blicke magisch an. Sie hatte Jeans an, die ihre Figur betonte. Und  Wanderschuhe.
Ich sah ihr in die Augen.
Sie spürte meine angeregte Verwunderung.
Die Sachen hatte ich mir mal aus der Schweiz mitgebracht! Sagte sie verlegen.
Que bonita, que guapa eres tu! Sagte ich leise zu ihr.
(wie schön du bist)
Vámonos Gringo? Sagte sie.
Und ich:
Si vámonos guapa!
Die Sonne hatte schon sehr früh das Tal erwärmt und es sah aus, als gäbe es ein schöner, regenfreier Tag. Aber das Wetter in der Regenzeit ist unberechenbar.
Wir gingen durch das Dorf. Tantamayo hatte damals keine 300 Einwohner.
Es sah geisterhaft aus, wie verlassen. Vielleicht war es so, wegen den nächtlichen Aktivitäten der Terroristen, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzten.
Das Haus des Bürgermeisters, ein trauriger Anblick.
Ich ging Luana hinterher. Sie trug einen blauen Rucksack mit einer kleinen Schweizer Flagge hinten drauf. Ein heimisches Gefühl kam in mir auf. Luana sah aus wie eine „Gringita“, eine Fremde.
Die zwei Plastikeimer, die sie dabei hatte, ihre schwarzen Haare, die sie jetzt offen trug, die tiefbraune Haut und ihr Gesicht verrieten ihre Herkunft.
Wir stiegen zum Rio Tantamayo hinunter und
mitten auf der Hängebrücke blieb sie stehen. Schau mal da, rief sie mir zu, die kleine Sandbank am Fluss. Ich brauche eine Abkühlung, hast du Lust?
Wir sahen uns in die Augen. Ich sah wieder dieses indianische Feuer, dieses verlangen nach tabulosem Fremdem. Dieser Morgengeilheit konnte ich nicht widerstehen.
Ja klar habe ich Lust! Rief ich ihr zu. Unsere Stimmen übertönte das Rauschen des Flusses.
Gut, vámonos! Rief sie.
Und so kletterte ich mit Luana die Felsen hinunter zur kleinen Sandbank.

Aber das ist schon wieder die nächste Geschichte

EXPEDITION YARO

EXPEDITION YARO
Peru 1989
Teil 12

„WEGE DES TERRORS“

Ich saß im Regen, zwischen Kisten oben auf einem Lkw. Schräg unter mir lagen Einheimische Männer und Frauen auf Säcken und lächelten mich an. Ich war wie in Trance, hörte immer wieder Rosas rassige  Stimme rufen: „Bleib doch Gringo, du passt zu uns“!         
Eine alte Frau reichte mir eine Plastikplane, mit der ich mich abdeckte, um ein wenig trocken zu bleiben. Ich hatte Chuquibamba, die goldene Ebene verlassen. Ich hatte es geschafft, mich aus den Fängen der zwei Nymphen „Rosa und Liza“ zu befreien. Meine erotische Seele blieb bei ihnen zurück.
Drei Stunden waren es noch bis ins Herz der Yarowilka. Drei Stunden auf der schlammigen Piste bis nach Tantamayo, das einsame Dorf in den Ost-Anden. Ein paar Dutzend Häuser aus Lehm stehen an einem Südost Hang in 3500 Meter Höhe, weit ab jeglicher, touristischer Zivilisation. Hier war Talschluss. Von hier aus ging es nur noch zu Fuss, mit Pferd und Packesel auf Trampelpfaden Richtung Norden zu den einsamen Siedlungen Urpish, Jircan, Rapayan und Arancay, sowie über die Berge nach Osten, in die Urwaldregionen nach Monzon und weiter nach Tingo María. Heimliche Wege der Drogenkuriere und des Terrorregimes „Sendero Luminoso“, der die gesammte Gegend um Tantamayo zu dieser Zeit beherrschte. Ich benutzte diese „Wege des Terrors“ zu den noch unbekannten Geisterstätten der Yarowilka-Kultur in fast 4000 Meter Höhe.
Wegen einer Reifenpanne kam ich erst am späten Abend an und fand ein Platz zum schlafen in der einzigen Unterkunft des Dorfes. Es war ein einfaches Zimmer mit drei Betten aus Eisen und drei Stühlen, umfunktioniert zu Nachttischen und einem alten Tisch. Wie immer gab es kein Strom und das Wasser kam aus der Zisterne im Hof. Der Besitzer war sehr freundlich und brachte mir noch was zu essen, eine Quinoa-Suppe mit viel Gemüse, sehr köstlich im Schein meiner Kerzenlampe. Auf einem der Stühle entdeckte ich ein altes, abgegriffenes Gästebuch. Der letzte Eintrag war eineinhalb Jahre alt, er war von zwei französischen Archäologen geschrieben, die hier Forschungsarbeiten  an den Ruinen der Yarowilka durchführten. Sie schrieben, dass hier in der Gegend um Tantamayo über 80 archäologische Ausgrabungen geben würde. Somit ist hier am oberen Rio Marañón die archäologisch reichste Region nicht nur Perus, sondern ganz Südamerikas.  Es wurde immer interessanter für mich. Mit diesen Gedanken ging ich schlafen, denn ich wollte am nächsten Morgen gleich nach dem Frühstück auf einem Weg des Terrors aufsteigen nach Piruro, zum heiligsten Ort der Yarowilka.

Aber das ist wieder die nächste Geschichte.

EXPEDITION YARO

Peru 1989
Teil 11

„LIEBE UND TOD IN DEN ANDEN“

Es wurde dunkel und
unsere nackten Körper leuchteten im flackernden Licht der Kerzen wie das Gold des Rio Marañón.
Liza befreite sich aus meinen engumschlungenen Armen, zog sich ihren Rock an und ging nach draußen.
Rosas nackten Körper spürte ich an meinem Rücken, sie legte ihr Bein über meine Hüfte und streichelte meine Brust, mein Bauch. Sie zog mich auf den Rücken, setzte sich auf mein Becken und atmete tief durch. Sie stützte sich mit ihren Armen ab, bewegte sich immer heftiger, intensiver und schaute mir in die Augen. Ihre Atmung stockte. Leise flüsterte sie mit zitternder Stimme:
Deine Erregung macht mich wahnsinnig, oh mein Gott, tu eres un brujo, brujo mió ( du bist ein Hexer, mein Hexer).Ihr Liebesgeflüster wurde unterbrochen. Liza rief von draußen:
Das Essen ist fertig!
Kommt ihr?
Rosa rief nach draußen:
Ja ja, wir kommen,…gleich!
Ihre Stimme stockte und ihr Becken bebte. Ich hielt sie fest und sie schaute mich mit verdrehten Augen an und seufzte:
Brujo mió, vamos afuera (mein Hexer, lass uns nach draußen gehen).
Rosa befreite sich aus meinen Armen, zog ihren Rock und ihr rotes Shirt über ihren schwitzenden Körper und ging lächelnd nach draußen. Ich zog schnell meine Hose an und ging mit offenem Hemd in den Hof.
Liza hatte eine gemütliche Ecke hergerichtet mit einem Tisch, drei Stühlen und einer Petroleumlampe und hatte schon das Erdloch mit dem Pachamanca geöffnet.
Wo ist Ramon? Fragte ich.
Ramon schläft schon, er braucht noch viel Schlaf im Gegensatz zu uns! Sagte Liza lächelnd und belegte unsere Teller mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse.
Rosa schenkte uns „Chicha Morada“ in die Gläser, ein Alkoholfreies Maisgetränk.
Die Hühner schliefen auch schon, nur die Meerschweinchen krabbelten noch um unsere Füße herum.
Rosa lächelte mich an, streichelte meine Schulter und säuselte mir ein liebes „buen provecho“ ins Ohr.
Und Liza zog die Blicke auf sich, meine Blicke. Sie saß mit nacktem Oberkörper am Tisch und spürte, wie ich sie mit den Augen berührte. Meine Blicke wanderten über ihre tiefbraune Haut, ihre wilden Rundungen mit den geilen Spitzen. Sie grinste, legte ihre Hand auf mein Oberschenkel und sagte:
Buen provecho mein Lieber!
Buen provecho! Rief ich über den Tisch. Ich hatte Hunger, nicht nur auf das Pachamanca, nein, ich hatte auch Hunger auf diese kreolische, tabulose Erotik.
Ein Lkw fuhr draußen vorbei, das Geräusch verhallte. Dann fiel in der Nähe ein Schuss und gleichdrauf noch ein Schuss. Palaver drang von draußen herein. Einer rief:
Alto, alto!
Ein anderer rief:
Donde esta?
Es fiel noch ein Schuss.
Lichtkegel flackerten durch die Luft, dann war es totenstill.
Liza drehte die Petroleumlampe aus.
Jetzt ganz leise sein! Sagte sie ängstlich.
Ich sah Rosa an. Sie drückte ihren Zeigefinger auf ihre geilen, vollen Lippen und meinte:
Psst!
Ohne ein Wort aßen wir im dunkeln zu Ende und Rosa stellte danach das Geschirr in den Waschtrog. Der Mond stand über den östlichen Bergen und tauchte die Meerschweinchen in ein gleißendes Licht. Liza nahm meine Hand, zog mich ins Schlafzimmer und Rosa kam schleichend hinterher.
Liza kniete sich vor mir, zog mir die Hose runter und küsste meine Erregung. Rosa grinste im Licht der Kerzen, als ich Lizas Lippen, ihre kreisende Zunge spürte. Liza drückte mich zärtlich auf die Schlaf-Insel.
Oh man, sagte ich leise vor mich hin, wo bin ich da nur hin……geraten? Meine Stimme stockte, weil ich Lizas Lippen, ihre Zunge intensiver spürte und……..
Ich war in die Fängen zweier kreolischen Nymphen geraten, in einem Sog der Lust und Leidenschaft, mitten im „Rupa Rupa Land“ und fühlte mich wie Gott in Afrika. In dieser Nacht kam ich nicht zum schlafen. Chuquibamba, die goldene Ebene, wurde in dieser Nacht zur tabulosen, erotischen Ebene, mit Ausgangssperre und allen Annehmlichkeiten.
Am Morgen lag ich auf dem Rücken und starrte das Ichú-Gras an der Decke an. Rosa lag an meiner rechten und Liza an meiner linken Seite. Unsere nackten Körper waren mit einer roten Decke aus Lamawolle bedeckt und die Hähne krähten schon eine ganze Weile um die Wette
Liza drehte sich zu mir, streichelte über meine Brust und flüsterte leise in mein Ohr:
Gringo, tu eres un brujo!
Ja, ich weiß! Rosas brujo!
Sagte ich.
Und auch meiner! Grinste sie, zog die Decke weg und ging nach draußen.
Rosa stand auch auf, nahm meine Hand und zog mich von der Schlaf-Insel.
Komm mit, wir gehen runter zum Fluß und machen uns frisch! Sagte sie.
Die Februarsonne blinzelte über den östlichen Bergen, tauchte das Marañóntal in ein warmes Licht. Liza kümmerte sich um Ramon und das Frühstück und Rosa lockte mich mit ihrem tiefbraunen, unersättlichen, geilen Körper runter zum Fluß.
Kommst du? Rief sie und streckte ihren Arm nach mir aus. Ich nahm ihre Hand und zusammen liefen wir nackt durch Lizas Kräutergarten und weiter über die Natursteinstufen hinunter auf die kleine Sandbank des Rio Marañón.
Rosa legte sich in das Flachwasser und zog mich zärtlich zu sich. Meine Lippen, meine Zunge wanderten über ihre zarte, tiefbraune Haut und unsere tabulose Liebe erzeugten orgiastische Wellen der Leidenschaft. Ihre Lustschreie schluckte der rauschende Marañón.
Liza kam etwas später dazu und genoss auch diese zügellose Leidenschaft.
Schließlich befreite sie uns aus den erotischen, wilden Wellen der Lust.
Nach dem Frühstück, gegen Mittag, verabschiedete ich mich von Liza und Rosa und hatte Chuquibamba, diese goldene, erotische Ebene verlassen. Ich fuhr mit dem ersten Lkw weiter, tiefer in das Herz der Yarowilka Kultur.

Aber das ist schon wieder die nächste Geschichte.

EXPEDITION YARO

Peru 1989

Teil 10

„ROSAS TANTE“

Die Sonne war hinter den über 4000 Meter hohen Bergen verschwunden. Ab und zu blinzelte sie noch zwischen Bergspalten hindurch und ließ das Marañóntal gelborange leuchten. Rosas gelbe Bluse leuchtete mit der
Landschaft um die Wette und ihre dunkelschwarzen, halblangen Locken und ihrer tiefbraunen Haut ergaben einen wunderschönen, erotischen Kontrast, der mich dahinschmelzen ließ. Rosa nahm ihr Bündel in die Hand und ging Voraus. Ich zog mein Rucksack über die Schulter, meine Fototasche hatte ich um die Hüfte geschnallt und ging ihr hinterher.
Ich erinnerte mich. Es gab schon mal jemand, dem ich hinterher gegangen bin.
Wie war das damals, 1976, jene Zeit, wo ich angefangen habe Bergerfahrungen zu sammeln.
Ich saß in einem Wirtshaus in Tirol und hatte einen alten Mann kennengelernt. Er arbeitete für die örtliche Gemeinde. Es war schon spät am Abend gewesen, als er mir sagte, dass er am nächsten Tag auf die Berge geht, um die Wege zu markieren. Ich hatte ihn gleich gefragt, ob er mich mitnehmen könnte?
Gibscht mir a wenig Geld, dann nehm i di mit! Hatte er gesagt. Ich gab ihm ein paar Schilling und am nächsten Morgen waren wir ganz früh aufgebrochen, es war fast noch dunkel.
Ich hatte meinen ersten privaten Bergführer. Wir gingen auf steilen Pfaden durch die Berge. Er ging voraus, markierte mit einem Pinsel und Farbe an gut sichtbaren Stellen den Weg und ich ging ihm hinterher, wie ein Hund seinem Herrchen. Wir überquerten Schneefelder und kletterten über steile Felsen. An gefährlichen Abgründen gab er mir die Hand, so dass ich nicht abstürzte. Es war wie im Traum. Und am Abend saßen wir wieder im Wirtshaus und er erzählte mir Bergerlebnisse aus Neuseeland, aus dem Himalaya, aus Mexiko und aus den Anden. Ich hörte ihm gespannt zu und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese Geschichten umschrieben nur ein Wort, „Abenteuer“. Mein Respekt und meine Sehnsucht wuchsen ins unerträgliche.
In den nächsten, kommenden Jahren war ich dieser Sehnsucht, dem „Ruf der Berge und der Wildnis“ gefolgt.
Durch meinen Beruf, den ich gelernt und damals ausgeübt habe, hatte ich sehr viel Freizeit.
So war ich fast drei bis viermal im Monat, für ein paar Tage in den Alpen unterwegs.
Bei der „Hochgebirgsschule Tyrol“ erlernte ich das Bergsteigen in Felsen und Eis. Bergführer lehrten mich die Knotentechnik und den Umgang mit dem Seil am Berg. Ich lernte die Eistechnik, das Gehen und Klettern mit Steigeisen und Eispickel. Und ich erlernte die Navigation mit Karte und Kompass. Alles in allem lernte ich, wie ich selbständig Touren und Expeditionen planen und durchführen konnte und wie ich in der Natur überleben kann.
Und mit all dem Wissen und dieser Sehnsucht, lief ich „Rosa“, dieser schönen Kreolin, hinterher zu ihrer Tante.
Chuquibamba heißt auf Deutsch „Goldene Ebene“. Nicht nur weil die Sonne die Landschaft Golden erschienen ließ, nein, es ist der goldhaltige Marañón, der ihr den Namen verlieh.
Seitdem die Terroristen diese Region kontrollierten, ließ sich kein Goldwäscher mehr hier blicken.
Ein Lkw mit schwer bewaffneten Soldaten fuhr an uns vorbei, als Rosa an die Tür klopfte, wo ihre Tante wohnte. Die Tür ging ein Spalt breit auf. Rosa drückte die Tür etwas weiter auf und eine junge Kreolin mit blauschwarzen langen Haaren stand in der Tür. Ihre weiße Bluse war ein Knopf zu wenig zu geknöpft. Das goldene Kreuz an der Kette zierte das erotische Tal mit den sanften Hügeln und ihren geilen Spitzen. Oh Gott, wie bin ich süchtig nach den altamerikanischen Kulturen und nach dieser wilden, erotischen Berglandschaft. Ihre zarte, tiefbraune Haut schrie förmlich nach küssenden Berührungen. Ihr markantes Gesicht mit der Stupsnase und dieses niedliche Lächeln war überwältigend. Sie war nicht viel älter als Rosa.
Hola tía Liza, como estas!
Rosa begrüßte ihre Tante mit einer innigen Umarmung und Küsschen links, rechts, links und rechts. Die Umarmung löste sich und Liza schaute mir in die Augen und sah Rosa fragend an.
Oh! Sagte Rosa.
Das ist Walter, ein Freund aus Deutschland, er will nach Tantamayo!
Er bleibt über Nacht bei uns, wenn du nichts dagegen hast? Rosa grinste mich an und Liza grinste mit und meinte:
Ja gerne!
Sie umarmte mich innig. Küsschen links, Küsschen rechts. Ich fühlte diese wilde Erotik, diese sanften Hügeln mit ihren geilen Spitzen. Und gerne hätte ich sie weiter geküsst durch das erotische Tal, aber wir gingen durch den Hof ins Haus. Blasgelbe Küken, sie sahen aus wie kleine Wollknäuel, rannten über den Lehmboden und durch unsere Beine hindurch.
Meerschweinchen lagen auf einem Haufen in der Ecke und Hühner stolzierten über den Lehmboden und pickten Grünzeug auf. Eine typische
Lebenswelt eines ländlichen Anwesens in dieser entlegenen Region.
Aber irgendetwas war anders, es war diese prickelnde Erotik die Rosa und Liza ausstrahlten.
Das Haus wurde aus Lehm gebaut und das Dach war aus dem harten Ichú-Gras gedeckt, das hier überall wächst. Drei kleine Zimmer hatte es, ohne Fenster. Im Nebengebäude, gleich neben der Zisterne, war die Küche, Waschraum und Toilette. Wir saßen am Tisch als gerade ein kleiner Junge zu mir kam und mich an der Hose zog.
Na hallo, wer bist du denn? Fragte ich.
Das ist Ramon, mein Sohn! Sagte Liza und lächelte. Nächsten Monat wird er fünf Jahre alt, erzählte sie.
Und wo ist Ramons Vater? Fragte ich in den Raum.
Liza schaute Rosa an, drehte langsam ihren Kopf zu mir, sah mir tief in die Augen und sagte mit trauriger Stimme:
Vor drei Jahren kamen Terroristen in der Nacht und haben ihn mitgenommen, er ist nicht mehr zurückgekommen! Sie senkte für einen Augenblick ihren Kopf. Ich nahm ihre Hand, beruhigte sie und sagte:
Das tut mir leid Liza! Ich streichelte ihren Arm. Liza schaute mir wieder in die Augen, drehte ihren Kopf zu Rosa und sagte lächelnd:
Schön, dass ihr hier seid, ich bereite für uns ein „Pachamanca“ vor! Sie stand auf, nahm Ramon an die Hand und ging durch den Hof in die Küche.
Eine „Pachamanca“ ist ein Festessen. Es besteht aus Rind oder Schaffleisch, mit Kartoffeln und Gemüse, das in einem Erdofen gegart wird. Eine peruanische Spezialität.
Rosa nahm ihr Bündel in die Hand und sagte:
Komm, wir bringen unsere Sachen ins Schlafzimmer!
Ich nahm mein Rucksack und ging Rosa hinterher ins Schlafzimmer.
Es war nicht das Bett, nein, es war diese Schlaf-Insel und die Gedanken an Liza und Rosa, die mich erregten. Es war eine Art Matratze aus getrocknetem Gras, viel weicher als das Ichú-Gras. Darüber lag eine rote Decke aus der weichen Lama-Wolle. Am Fuß der Schlaf-Insel lagen noch ein paar Decken der gleichen Wolle. Die Nächte in den Anden können sehr kalt werden. Nicht selten fällt das Thermometer in der Nacht weit unter den Gefrierpunkt, obwohl es tagsüber über 30 Grad warm werden kann.
Ich stellte mein Rucksack und die Fototasche in eine Ecke auf den Lehmboden und drehte mich um. Rosa hatte ihre gelbe Bluse ausgezogen und war gerade dabei ihre kleinen, festen Brüste mit einem roten T-Shirt zu bedecken. Sie zog es über ihre tiefbraune Haut, umarmte mich und sagte leise:
Schön, dass du mitgekommen bist, du wirst es nicht bereuen!
Sie löste die Umarmung und drückte mich rückwärts, so dass ich auf die Schlaf-Insel fiel. Sie zog ihr T-Shirt wieder aus und kniete sich über mich. Sie knöpfte gerade mein Hemd auf, als Liza plötzlich grinsend in der Tür stand. Ein kleines Küken drückte sie zärtlich an ihre Brust, das versuchte in ihren Ausschnitt zu krabbeln. *oh wie gerne wäre ich jetzt das Küken, würde versuchen weiter zu krabbeln und diese geilen, erotischen Rundungen zu erkunden *
Liza setzte das Küken zurück auf den Boden, das schnell nach draußen huschte. Sie legte sich neben uns, stützte sich mit einem Arm ab und streichelte Rosa zärtlich über den Rücken. Rosa rutschte langsam auf die andere Seite, stützte sich, genauso wie Liza, mit einem Arm ab. Rosa knöpfte mein Hemd weiter auf und Liza streichelte die Innenseiten meiner Oberschenkel, meine Erregung. Sie öffnete meine Hose und sagte leise mit erotischer Stimme:
In etwa zwei Stunden ist das Essen fertig und…….

Aber das ist wieder die nächste Geschichte

EXPEDITION YARO

EXPEDITION YARO
Peru 1989
Teil 9

„ROSA“

Den ganzen Vormittag blieb ich noch in der kleinen Bar, half der jungen Rosa beim Wäsche waschen. Wir erzählten uns viel. Wie ist das Leben bei euch in Deutschland? Fragte sie mich.
Ich erzählte ihr von mir und von dem Leben in Deutschland, von der Ordnung in unserem Land, von unserem Steuersystem und dass alles teurer ist als hier. Und ich erzählte ihr von unserem relativ gut funktionierendem Gesundheitssystem.
Rosa setzte sich auf den Rand des Waschtroges, hatte ein Bein angewinkelt, sodass ihr Rock zurückfiel.
Hier funktioniert Garnichts! Sagte sie energisch. Zum nächsten Arzt in Huánuco brauchst du sechs Stunden, jetzt in der Regenzeit sogar acht Stunden. Ein Telefon und Elektrizität gibt es nicht, noch nicht, und Wasser gibt es nur aus der Zisterne, nahm eine Handvoll und spritzte mich nass. Sie legte ihr Kinn auf ihr rechtes Knie und streichelte mit ihrer nassen Hand die Innenseite ihres Oberschenkels und erzählte weiter:
Mein Vater kenne ich nicht. Meine Mutter war verheiratet, ihr Mann haben die Terroristen des „Sendero Luminoso“ (Leuchtender Pfad) erschossen. Sie kommen immer noch hier durch, überwiegend wenn es dunkel ist. Erst vor fünf Tagen gab es ein Schusswechsel zwischen der Polizei und den Terroristen. Sie kontrollieren die ganze Region hier, wegen dem Goldhaltigen Rio Marañón. Ihre Stimme klang traurig. Lächelnd warf sie mir ein Slip zu und rief: Hier, häng auf! Ich fing das geile Teil auf, nahm eine Wäscheklammer und streckte mich zur Leine. Plötzlich spürte ich eine Umarmung von hinten. Rosa drückte ihren festen Körper gegen meinen Rücken. Sie schob mein Hemd hoch und streichelte mein Bauch mit ihren zarten, nassen Händen. Sie legte ihr Kinn auf meine linke Schulter und ich umfasste ihre Hüften, ihren festen Po und beugte mein Kopf nach hinten in ihren seitlichen Nacken. Wir drückten unserer Köpfe zusammen und sie hauchte erotisch in mein Ohr:
Ich geh mit dir, Gringo! Sie schob ihre Hände hoch zu meiner Brust und ich spürte ihren kleinen festen Busen, den sie stärker gegen mein Rücken presste. Ich fühlte ihren Herzschlag. Ich flüsterte in ihr Ohr: Oh Rosa, bitte……. Sie unterbrach mich mitten im Satz und sagte: Ich nehme den gleichen LKW wie du, ich fahre nach Chuquibamba und besuche meine Tante. Letzte Woche war sie bei uns und hat gesagt, dass die Küken schlüpfen, wir können ein paar haben. Morgen fahre ich wieder zurück. Wir können noch ein paar schöne Stunden zusammen verbringen.
Oh Rosa, ich bleibe nicht in Chuquibamba, ich fahre nach Tantamayo! Sagte ich.
Ich löste mich nur ungern aus ihrer Umklammerung. Ihre Mutter kam gerade aus der Küche in den Hof und sagte mit trauriger Stimme: Ihr müsst jetzt los, der erste Lkw nach Chuquibamba kommt gleich hier durch. Es ist besser wenn ihr gleich den ersten nehmt, sonst kommt ihr noch in die Dunkelheit und das ist zu gefährlich. Sie ging wieder zurück in die Küche. Rosa drückte mir ein Kuss auf die Wange und sagte: Komm Gringo, wir müssen los! Wir gingen in die Küche. Ich umarmte ihre Mutter und drückte sie an mich.
Danke für alles Rosa! Sagte ich. Und sie meinte: Pass gut auf meine Tochter auf „Gringo“ und komm doch mal wieder. Rosa befreite mich aus den Armen ihrer Mutter. Ich zog mein Rucksack über die Schulter, nahm meine Fototasche in die Hand und zusammen gingen wir durch die kleine Bar. In der Ecke saßen zwei zwielichtige Typen mit Strohhüten. Sie sahen sehr betrunken aus. Die Sonne schien, es war sehr warm und die Straße war noch sehr schlammig. Wir gingen an der Seite des Weges entlang bis zu einem trockenen Platz und mussten nicht lange warten bis der erste Lkw kam. Wie üblich war er voll beladen mit Kisten und Säcke und fröhliche Indigene. Mein Rucksack verschwand zwischen ein paar Kisten und Rosa und ich kletterten nach oben. Ich setzte mich auf ein Kaffeesack und Rosa klemmte ich zwischen meine Beine. Zärtlich hielt sie sich an meinen Oberschenkeln fest. Rechts und links saßen ein paar Lächelnde Indigene. Und die Fahrt ging auch gleich los. Unterwegs fing es an zu regnen. Da ich seit Huánuco mein Regenponcho am Gürtel hängen habe, konnte ich ihn schnell greifen und stülpte ihn über uns. Geschützt vor dem Regen und vor den Blicken der anderen, drehte sich Rosa um, knöpfte mein Hemd auf und………ohhh Rosa, was machst du mit mir?
Nach über drei Stunden kamen wir über Tingo Chico nach Chuquibamba. Hier war eine kleine Pause. Wir kletterten vom Lkw herunter und gingen an das Ufer des Rio Marañón. Wir setzten uns auf einen Felsen und unterhielten uns und merkten nicht wie die Zeit vergangen ist. Vaya con Dios Gringo! Sagte sie zu mir. Wir gingen zurück zum Lkw, aber da war kein Lkw mehr. Zu meiner Verwunderung stand da mein Rucksack und Rosas Bündel. Den muss einer abgeladen haben, dachte ich. Rosa drehte sich zu mir und sagte grinsend: Komm mit zu meiner Tante, es ist nur ein paar Minuten von hier. Du kannst doch morgen weiter fahren. Wenn du auf den nächsten Lkw wartest, kommst du in die Nacht hinein und das ist viel zu gefährlich.
Und so ging ich mit Rosa zu ihrer Tante….

Aber das ist wieder die nächste Geschichte.